Veröffentlicht am: 17.02.2010

Logic Studio 9 Erfahrungen

Bekanntlich bin ich ja immer schnell up to date, wenn es darum geht die neusten Software-Updates zu installieren und auch zu benutzen, daher jetzt nach fast einem Jahr Dauernutzung mal mein Resumee zu Logic Studio 9

Also ich benutze außer Mainstage und Logic selbst nix aus dem Studio-Paket, was das Resumee auf das Musikprogramm selbst beschränkt.

Ich habe zusammen mit der Installation des 9er Paketes auch gleich das Snow-Leopard Update durchgeführt, so dass damit dann ein relativ frisches Paket am start war.

Am Anfang gab es mit den Plug-In oberflächen ständig Grafikprobleme (vor allem bei Plug ins von Focusrite und WAVES), aber auch kleinere andere Grafik-Bugs, z.B. im Datei-Auswahl-Dialog vom Finder waren vorhanden.

Seit dem letzten Pro-Aplication-Update gehören die meisten Grafikfehler aber endgültig der Vergangenheit an, lediglich der Graue Balken im Datei-Auswahldialog ist geblieben.

Grundsätzlich macht es enorm Spass mit Logic zu arbeiten, denn das Fensterdesign ist übersichtlich, nicht überfrachtet, und sinnvolle Funktionen wie z.B. das Einblenden des Piano-Roll, Waveeditor oder der Tempomap sind mit einfachen Tastatur-Shortcuts besonders gut zu erreichen.

Die mitgelieferten Plug ins sind sehr gut! Der Linear-Phase EQ gehört insgesamt zu meinen EQ-Favoriten, da man mit ihm seh schön chirurgisch arbeiten kann. Der Kompressor ist für Vor- und Demo-Produktionen ok, für meinen Geschmack ist er für finale Mixdowns zu grob. Sehr toll sind auch der AMP-Designer!! Echt Klasse! und der Delay-Designer.

Logic 9 bietet mir persönlich auch noch ein paar neue Funktionen zum Vorproduzieren wie z.b. die Flex engine, mit der „angeblich“ Audio flüssig wird. Also wer das so glaubt iss selber schuld, zum Audio verändern gibt es bei mir nur Serato Pitch n time, das Flex iss aber wie gesagt schon mal ganz nett um ma zu schauen ob was überhaupt funktioniert oder nicht.

Die Kollegen von APPLE versuchen sich zunehmend vom alten „Environment“ zu verabschieden, daher ist im Mixer(jaja Mixer iss was anderes wie Environment, ich weis schon) bzw. im Workflow auch nicht mehr viel davon übrig geblieben. Ich muss sagen, das ist ein Schritt in die richtige Richtung meiner Ansicht nach zumindest.

Was alles stört:

Das blöde Comping; wenn man auf einer Spur Audio überlappend aufnimmt, generiert Logic 9 (wie auch 8 vorher) ein Container-Objekt. In Logic 8 konnte man darin liegende Objekte nicht so einfach hin und her schieben Trimmen oder ähnliches. Daher hofften alle die mit einem mir ähnlichen Arbeitsablauf arbeiten, dass APPLE das Comping nun wenigstens „an- und abschaltbar“ machen würde. Pustekuchen, sie haben einige neue Funktionen reingetan in den Container,… aber mir bringt das immer noch nix.

tja mich stört sonst tatsächlich nich mehr so viel…. ah doch: mich stört dass man einen Arpregiator immer noch übers environment einbinden muss, und dass der nicht so toll grafisch iss und so.

Da ich täglich damit arbeite muss ich noch ma lobend erwähnen: Das System ist rock solid und stürzt nur seltenst ab, wenn dies passiert, speichert logic in 99% der Fälle die Session nochmal als „crashed“ ab. Hat mir schon ein paarmal den Arsch gerettet!

Vielleicht hat jemand andere Erfahrungen.